Was hat Spieletheorie mit Klimawandel zu tun?

Klimawandel_Flyer22.05.2015

Am 21. Mai erschien im Amtsblatt unser aktueller Werbeflyer.

„Ist Europa auch für Klima-Flüchtlinge bereit?“

„Können wir etwas tun?“

Wir laden Sie ein, hier mit zu diskutieren.

 

Prof. Welzer, 2012:

„Um zu einer Vorstellung darüber zu gelangen, was heute getan werden muss, ist eben ein rastloses Verweilen in der Gegenwart nicht ausreichend. Da endet man nur beim Nachplappern der Wachstumsrhetorik und beim Fortschreiben von Strategien, die nicht zukunftsfähig sind. Um Veränderung als positiv definieren zu können, muss wieder die schon lange nicht mehr gestellte Frage aufgeworfen werden, wie wir eigentlich leben wollen, wie unsere Gesellschaft, sagen wir, im Jahr 2025 aussehen soll. In der Grammatik gibt es die interessante Zeitform des Futur II, das einen künftigen Zustand beschreibt, auf den man zurückblickt: Es wird gewesen sein. Erst aus einer solchen Perspektive, nämlich wer man einmal gewesen sein möchte, lässt sich bestimmen, welche Maßnahmen heute sinnvoll und angemessen sind. Das ist nämlich ins Konkrete übersetzt die Frage danach, ob man Teil jener Generation gewesen sein möchte, die den Planeten ruiniert hat, weil sie dumm und ungeprüft Glaubenssätzen von Wachstum, Fortschritt und Wettbewerb gefolgt ist, ohne zu prüfen, wie weit sie tragen – oder ob man Teil jener Generation gewesen sein möchte, die die Zeichen der Zeit erkannt und noch rechtzeitig umgesteuert hat. Der Verzicht auf Wachstum ist eine Frage von Intelligenz. Es kann künftig nur noch um weniger gehen, nicht mehr um mehr.“

1 Kommentar

  1. Mai 26, 2015    

    Die Frage könnte man auch anders stellen, wie wir es hinbekommen dass der Mensch langfristig eine überlebensfähig Strategie entwickelt. Kurzfristiges denken wie es z. B. Aktionäre lieben ist höchst gefährlich für die Menschen. Es geht hierbei nicht um die Natur, denn die findet immer einen Weg.
    Die Natur wird keine Rücksicht auf uns Menschen nehmen sondern wird uns einfach aus dem Spiel des Lebens hinauswerfen wie sie es schon immer mit Falschspielern gemacht hat.
    Wenn wir unser System verstehen und verbessern wollen müssen wir nach innen schauen. Uns selbst analysieren und nach besseren Wegen Ausschau halten. Sich nur nachdem richten was irgendwelche Analysten vorgeben ist der falsche Weg – eine Befruchtung von Außen aber auch wichtig.
    In diesem Sinn vielen Dank an Yong Chun für seine Arbeiten und Ideen.

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